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Von Mitte Juli bis Mitte Oktober werden Hunde, die sich viel im Freien (Gras / Garten) aufhalten, gerne von den Nymphen der Herbstgras-Milben aufgesucht. Diese Nymphen entwickeln sich in wenigen Wochen zu den adulten Milben, die auf dem Erdboden leben. Die Nymphen sitzen typischerweise in Kolonien („orangefarbene Punkte“) auf der Zwischenzehenhaut, in der Armbeuge und auf der Bauchhaut und sorgen für unterschiedlich intensiven Leck- und Juckreiz.

Zecken und Flöhe haben in dieser Zeit ihren 2. Entwicklungs-/ Vermehrungsschub. Deshalb die Prophylaxe gegen diese Parasiten nicht vergessen! ( Ampullen o. Halsbänder)

Hunde möglichst nicht aus stehenden Tümpeln trinken lassen. Gerne vermehren sich in diesen Tümpeln die Leptospiren-Bakterien und können dann beim Hund unter Umständen zu schweren Nierenerkrankungen führen.

Sommerzeit ist Setzzeit der Kitze!
Hunde im Walde und am Waldrand zum Schutze der Kitze bitte an der Leine führen. Man spart sich Ärger mit dem Wildhüter!



Durch regelmässiges und konsequentes Impfen der Hunde in den zurückliegenden Jahrzehnten konnten zahlreiche, mit schwerwiegender Erkrankung verbundene oder gar tödlich verlaufende Infektionskrankheiten entweder ganz ausgerottet oder massiv zurückgebunden werden: Tollwut, Hepatitis, Staupe, Leptospirose, Parvovirose (Hundeseuche)

Nachdem man über viele Jahre nicht mehr mit diesen Erkrankungen konfrontiert worden ist, hat sich bei Hundehaltern eine gewisse „Impfmüdigkeit“ breitgemacht, oder es kam zuletzt vermehrt die Diskussion über eine eventuelle „Überimpfung der Tiere“ mit Folgeschäden (z.B. Tumor-Entwicklung) auf.

In intensiver Zusammenarbeit haben Wissenschaftler, spezielle Expertengruppen und Impfstoff-Hersteller in den zurückliegenden Jahren die bisherigen Impfprogramme hinterfragt, aufwendige Immunologie-Studien angelegt und letztlich auch neue, wirksamere und mit weniger potentiellen Nebenwirkungen behaftete Impfstoffe auf den Markt gebracht.

Die seit Jahrzehnten erfolgten regelmässigen Impfungen sowohl unserer Hundepopulation als auch die konsequente Vakzinierung der Füchse mit den sog. „Köder-Impfungen“ gegen Tollwut haben zu einem hohen Durchimpfungsgrad geführt, der auf keinen Fall wieder gefährdet werden darf. Die Impfungen leisten nicht nur in der Tier-, sondern ebenso in der Humanmedizin einen extrem wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Allgemeinheit.

Durch den internationalen Tourismus, über den immer wieder ungeimpfte oder ungenügend vakzinierte Tiere mit ins Land gebracht werden, oder durch den Import und Verkauf von Hunden aus äusserst zweifelhaften Zuchten oder Tierhandlungen aus dem Ausland werden zusätzlich immer wieder hochinfektiöse Erreger (Viren, Bakterien) in unsere Tierpopulation gebracht (z.B. Staupe, Leptospiren).

Der einzige Weg, unsere Hunde vor all den gefährlichen Infektionen zu schützen, liegt auch in Zukunft nur in einer durchdachten und angepassten Impfprophylaxe. Andererseits wird es unerlässlich bleiben, Importtiere streng auf ihre Gesundheit und ihren Impfstatus zu kontrollieren.

Unter diesem Aspekt haben sich Wissenschaft, Forschung und Industrie intensiv bemüht, neue Impfstoffe zu entwickeln, die : 

  1. noch sicherer und zuverlässiger sind
  2. weniger Nebenwirkungen oder Begleiterscheinungen aufweisen
  3. einen verlängerten Impfschutz bieten und dadurch weniger oft appliziert werden müssen
  4. den individuellen Bedürfnissen der Tiere noch besser gerecht werden (z.B. Tierheim-Aufenthalte / reine Wohnungskatzen)
  5. eine übersichtliches Impfprogramm für Tierärzte und Tierhalter garantieren

Bei den neu entwickelten Vakzinen unterscheidet man:

I     sog. „Core (= Kern-) Vakzinen“

  • darin sind alle jene Impfkomponenten enthalten, die alle Tiere der Population erhalten sollen
  • Staupe-, Hepatitis-, Parvovirose-Viren

II    sog. “Non Core Vakzinen”

  • dort handelt es sich um Vakzine-Anteile, die bei speziellem Risiko oder unter besonderen Umständen angewendet werden.
  • Parainfluenza-Viren, Leptospiren

Es soll an dieser Stelle nochmals eingehend darauf hingewiesen werden, dass die Impfung nicht nur eine wichtige Prophylaxe-Massnahme ist, sondern das Impfdatum auch verbunden sein soll mit einer gründlichen klinischen Untersuchung des Tieres. Zudem können wichtige Punkte zur Gesundheit des Tieres angesprochen werden (z.B. Zahnstein-Befall, Herz-Geräusche, Krallen, Fell, Gewicht etc.).

Mit den neuen Vakzinen, bei denen einzelne Komponenten unterschiedlich langen Immunschutz geben, ist man zu neuen Impfschemata gelangt:

I   Komplette Kombinationsimpfung

  • Core-Anteile: Staupe-, Hepatitis-, Parvovirose-Viren
  • Non Core-Anteile: Parainfluenza-Viren, Leptospirose

A  :  Grund-Immunisierung:

  • 1. Impfung   :  im Alter von 8-9 Wochen
  • 2. Impfung   :  im Alter von 12 Wochen
  • 3. Impfung   :  nur in fraglichen Fällen oder bei schwer immunisierbaren Rassen ( z.B. Rottweiler u.a.) im Alter von 16 Wochen

B  :  Wiederholungsimpfungen:

  • Alter 1 Jahr       :  komplette Kombi-Impfung
  • Alter 2+3 Jahre :  nur Non Core-Anteile der Kombi-Impfung
  • Alter 4 Jahre     :  wieder Komplette-Impfung

usw. d.h.   :

  • 1x die komplette Kombi-Impfung mit den Core- und Non Core-Anteilen
  • 2x nur die Non Core-Anteile der Impfung
  • Abstand der Impfungen jeweils 1 Jahr

II  Tollwut-Impfung

A  Grundimmunisierung

  • im Alter ab 3 Monaten

B  Wiederholungsimpfung

  • alle 3 Jahre

Dieser Impf-Rhythmus mit den neuen Impfstoffen im 3-Jahre-Abstand wird neuerdings auch von jenen Ländern akzeptiert, die bisher strikt auf einer jährlichen Tollwut-Impfung bestanden haben (England, Irland, Schottland, Schweden, Norwegen)

Wer mit seinem Hund in Länder reist, wo die Tollwut noch sowohl bei Wild- als auch bei Haustieren vorkommt, muss spezielle Anforderungen erfüllen. (bitte Tierarzt / Vet.-Amt anfragen! )

III  Zwingerhusten-Impfung  (Intranasale Impfung)

  • ab dem Alter von 2 Wochen möglich
  • nur bei besonderen Anforderungen nötig (Zucht-, Zwinger-, Tierheim-Aufenthalt u.a.)

IV  Babesiose-Impfung  (gegen sog. Piroplasmen)

  • nur nötig bei Reisen in Länder mit hohen Infektionsrisiko (via Zecken !),
    z.B. : Frankreich, Südeurop. Länder
  • zweimalige Grundimmunisierung im Abstand von 3 Wochen
  • Wiederholung : alle 6 Monate

V    Borreliose-Impfung

  • nur nötig bei spezieller Gefährdung (Zeckengebiete)
  • zweimalige Grundimmunisierung im Abstand von 3 Wochen
  • Wiederholung alle 12 Monate
  • ein zuverlässiger Impfschutz wird nach neueren Untersuchungen angezweifelt !

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